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Architektur- Historischer Überblick.
Die Architektur umfasst im weiteren Sinne die Schaffung menschlicher Behausung. Voraussetzung ihrer Entstehung ist somit die Sesshaftwerdung der zuvor nomadenhaften Urgesellschaften. Deren zum Schutz vor den Einflüssen der Natur errichtete Höhlenwohnungen, Zelte und Hütten sind jedoch nur als Vorformen einer Baukunst im engeren Sinne aufzufassen, die von einer über diese primäre Funktion hinausreichenden künstlerischen oder dekorativen Gestaltung ausgeht. Gerade diese sekundären Funktionen sind für das heutige Verständnis der Architektur entscheidend. So kommen in dem System von Bau- und Gliederungselementen die ästhetischen Vorstellungen des entwerfenden Architekten ebenso zum Ausdruck wie die funktionalen und repräsentativen Bedürfnisse des Auftraggebers. Die religiösen, politischen und sozialen Strukturen einer Epoche finden somit ihren Niederschlag in der kontemporären Baukunst. Als Spiegel der jeweiligen Zeit und Kultur erscheint daher das quantitative und qualitative Verhältnis zwischen Sakralbau (Tempel, Kirchen, Grabarchitektur) und Profanbau (Wohnbau, Wehrbau, Bauten öffentlicher, gewerblicher oder kultureller Bestimmung).
Stilentwicklung der europäischen Architektur Stilentwicklung der europäischen Architektur
Für das Verständnis und die formale Einordnung historischer Architektur hat sich seit der Mitte des 18.Jahrhunderts (J. J. Winckelmann) der Begriff des »Stiles« durchgesetzt. So erfährt vor allem die europäische Baukunst eine Einteilung in verschiedene Stilepochen, die sich jeweils durch eine gleiche oder ähnliche Formensprache auszeichnen. Hierbei kommt es jedoch in den einzelnen Kunstlandschaften zu zeitlichen Verschiebungen und individuellen Entwicklungen, die eine Differenzierung der im folgenden vorgestellten Hauptepochen in einzelne Phasen und Stilströmungen erfordern.
Während die griechische Baukunst durch das logische Zusammenfügen horizontaler und vertikaler Bauglieder bestimmt wird, erfährt dieses streng tektonische Prinzip in der stärker auf den Innenraum bezogenen römischen Architektur eine Erweiterung durch die reiche Verwendung von Bögen, Gewölben und Kuppeln. Die häufig durch vorgeblendete Pilaster und Gesimse gegliederte Wand löst die nun primär dekorativ verwendete Säule als tragendes Element ab. In der Sakralarchitektur finden sich neben an griechischen und etruskischen Vorbildern anknüpfenden Bauformen (Nîmes, Maison Carrée) auch Rundtempel (Rom, Vestatempel des Forum Romanum) oder monumentale Kuppelbauten (Rom, Pantheon). Neben den Sakralbau treten nun gleichberechtigt zahlreiche profane Bauaufgaben, von denen vor allem Aquädukte (Pont du Gard), Brücken, Thermen (Rom, Diokletians- und Caracallathermen), Theater (Orange), Amphitheater (Rom, Kolosseum; Nîmes; Arles), Triumphbögen (Rom, Titus- und Konstantinsbogen), Stadttore (Trier, Porta Nigra), Foren (Rom, Forum Romanum und Kaiserforen; Leptis Magna), städtische Wohnbauten (Ostia Antica) und Landhäuser (Tivoli, Villa Hadriana) zu nennen sind.
Frühchristliche Baukunst
Nachdem zunächst private Wohnbauten (Dura Europos) für die Ausübung des christlichen Kultes genutzt werden, entsteht mit der staatlichen Duldung des Christentums durch Konstantin I. (313) eine eigenständige christliche Baukunst. Als wichtigster Sakralbautypus etabliert sich die Basilika, die in der Staffelung von drei oder mehr Schiffen verschiedener Höhe formal an römische Markt- und Gerichtsbasiliken anschließt. Hierbei zeigen bereits die konstantinischen Gründungen (Rom, Alt St. Peter und Lateransbasilika; Bethlehem, Geburtskirche; Jerusalem, Grabeskirche) eine große Variationsbreite der Gesamtdisposition. So differiert neben der Anzahl der Schiffe auch die Gestaltung des Altarbereichs, dessen halbrunde Apsis durch Umgänge oder ein vorgelagertes Querhaus erweitert werden kann. Neben den in ihren Dimensionen eindrucksvollen kaiserlichen Gründungen entstehen seit dem späteren 4.Jahrhundert auch zahlreiche lokale Gründungen (Bischofs-, Gemeinde- und Klosterkirchen). Neben der dreischiffigen Basilika (Rom, S. Maria Maggiore und S. Sabina) finden bescheidenere Saalbauten (Aquileja; Trier) weite Verbreitung.
Die Entwicklung der frühchristlichen Architektur beschränkt sich jedoch keineswegs auf den Longitudinalbau. Vielmehr entstehen zahlreiche als Memorialkirchen oder Baptisterien dienende Zentralbauten, deren Kernraum sich häufig durch Säulenarkaden zu einem bisweilen durch Nischen erweiterten Umgang öffnet. Neben runden (Rom, S. Costanza), ovalen (Köln, St. Gereon), oktogonalen (Rom, Lateransbaptisterium) oder kreuzförmigen Bauten (Kalat Siman) finden sich auch solche mit stark verkompliziertem Grundriss (Rom, Santo Stefano Rotondo).
Nach der Reichsteilung (395) vollzieht sich im oströmischen Bereich eine zunehmend eigenständige, später in die byzantinische Baukunst einmündende Entwicklung, als deren Leittypus seit Mitte des 5.Jahrhunderts die Emporenbasilika (Konstantinopel, Studioskirche; Saloniki, Acheiropoietos-Basilika) weite Verbreitung findet. Vor allem im Bereich der Bauornamentik geht die Rolle als führendes künstlerisches Zentrum zunehmend von Rom auf Konstantinopel über.
Unter Justinian I. (527565) vollzieht sich der endgültige Wandel von den noch weströmisch geprägten Bauten der frühchristlichen Zeit zu einer genuin byzantinischen Baukunst. So entsteht aus der Zusammenfassung und Klärung älterer Elemente ein monumentaler Stil, der in der Verbindung des Longitudinalbaus mit dem überkuppelten Zentralbau den Grundtypus der byzantinischen Sakralarchitektur definiert. Die unter starker kaiserlicher Förderung entstehende Baukunst zeichnet sich hierbei durch eine große Variationsbreite der Bautypen aus. So entstehen neben Kuppelbasiliken (Konstantinopel, Hagia Sophia und Hagia Eirene), überkuppelten Zentralbauten mit Umgang (Konstantinopel, Sergios-und-Bakchos-Kirche; Ravenna, S. Vitale) auch dreischiffige Bauten über kreuzförmigem Grundriss, deren Joche von einer Abfolge von Kuppeln überwölbt werden (Konstantinopel, Apostelkirche; Ephesos, Johanneskirche). Letztere sollten später zum Vorbild einiger außerhalb des byzantinischen Einflussbereichs liegender mittelalterlicher Bauten werden (Venedig, S. Marco; aquitanische Kuppelkirchen). Mit der herausragenden Rolle der justinianischen Architektur geht auch eine einzigartige Blüte der Bauornamentik einher.
Nach einem durch den Bilderstreit des 8. und 9.Jahrhunderts verursachten quantitativen und qualitativen Rückgang des Bauschaffens entwickelt sich unter Basileios I. (867-886) der für die mittel- und spätbyzantinische Sakralbaukunst nahezu verbindliche Typus der Kreuzkuppelkirche (Konstantinopel, Nea), dessen weite Verbreitung mit dem Beginn des 10.Jahrhunderts einsetzt (Konstantinopel, Myrelaion und Lipskloster). Der aus einem als Vierstützenbau gestalteten Naos, einer dreiapsidialen Ostanlage und einem vorgelagerten Narthex bestehende Bautyp sollte architektonisch in den folgenden Jahrhunderten nur noch geringfügig modifiziert werden (Saloniki, Panhagia Chalkeon; Kloster Hosios Lukas). So bleibt die weitere Entwicklung vor allem auf die Gestaltung des zunehmend plastisch durchgebildeten Außenbaus beschränkt, dessen häufig durch den Wechsel von Quader- und Ziegelschichten geprägtes Mauerwerk durch dekorative Akzente belebt wird (Konstantinopel, Chorakirche und Tekfur-Serail; Saloniki, Apostelkirche). Als Variation des Kreuzkuppeltypus entstehen der Achtstützenbau (Chios, Nea Moni) und die Umgangskirche (Konstantinopel, Pammakaristos-Kloster).
Mit dem Ende des weströmischen Reiches geht auch ein Verfall der europäischen Baukunst einher. So werden die wenigen erhaltenen Beispiele merowingischer (Poitiers, Baptisterium; Jouarre, Krypta), langobardischer (Cividale), westgotischer (S. Pedro de la Nave) und mozarabischer (S. Miguel de Escalada) Architektur durch vergleichsweise bescheidene Dimensionen, schlichte Grundrisslösungen und ein häufig primitiv anmutendes Baudekor charakterisiert. Ähnliches gilt auch für die angelsächsische Architektur, die gegen Ende des 10.Jahrhunderts stark lineare, aus dem Holzbau entwickelte Gliederungssysteme hervorbringt (Earls Barton).
Von weit reichender Bedeutung sind die Bauten des sich seit Mitte des 6.Jahrhunderts ausbreitenden benediktinischen Mönchtums (Montecassino), dessen Klöster rasch ihre bis heute verbindliche Disposition mit den um einen Kreuzgang gruppierten Hauptgebäuden ausbilden.
Eine erste Blüte der mittelalterlichen Baukunst erfolgt in karolingischer Zeit. So bringt die von Karl dem Großen angestrebte »Renovatio« des Römischen Reiches auch eine Renaissance der Kunst und Architektur mit sich. Die im frühen 9.Jahrhundert entstehenden Zentralbauten (Aachen, Pfalzkapelle; Fulda, St. Michael; Germigny-des-Prés) rekurrieren ebenso auf frühchristliche Vorbilder wie die dreischiffigen Querhausbasiliken (Steinbach/Odenwald; Seligenstadt). Zu den entwicklungsgeschichtlich bedeutendsten Leistungen der Epoche gehören die Entstehung ausgedehnter Kryptenanlagen (Auxerre, St-Germain) und des Westwerks (Centula; Corvey). Von den in ihrer Anlage zunehmend vereinheitlichten Reichsklöstern vermittelt der erhaltene St. Gallener Klosterplan eine genaue Vorstellung. Die Bauornamentik überträgt antike Vorbilder in einen stark flächenorientierten Zusammenhang (Lorsch, Torhalle).
Nach 1020 tritt in verschiedenen Kunstlandschaften (Oberrhein, Burgund, Normandie) ein neues Formenrepertoire in Erscheinung. So erfahren die Bauten eine Durchgliederung des Innenraums, der durch Wandvorlagen in eine Abfolge einzelner Joche dividiert wird (Speyer, Dom I; Tournus, St-Philibert; Jumièges, Abteikirche). Zu den wichtigsten Entwicklungen der frühromanischen Baukunst gehört die Anlage großer Hallenkrypten unter den Ostteilen.
Um 1080 wird die Einwölbung aller Raumteile zum beherrschenden Thema der europäischen Romanik (Speyer, Dom II; Cluny, Abteikirche III; Mailand, S. Ambrogio). Die so endgültig veranschaulichte Auffassung des Baukörpers als Gruppierung einzelner Kompartimente wird zu einem Hauptcharakteristikum der Hochromanik (Maria Laach, Abteikirche). Die in der Normandie erstmals ausgeprägte Zweiturmfassade (Caen, St-Etienne) wird zu einem Leitmotiv mittelalterlicher Baukunst. Burgund (Autun, St-Lazare; Vézelay, Ste-Madeleine), die Provence (Arles, Sainte-Trophime; St-Gilles) und die Lombardei (Como) entwickeln sich zu den wichtigsten Zentren ornamentaler und figürlicher Bauplastik. Das für die italienische Hochromanik prägende Rekurrieren auf antike und frühchristliche Traditionen kommt vor allem in den toskanischen Bauten der Protorenaissance zum Ausdruck.
In zeitlicher Parallele zu der gegen Mitte des 12.Jahrhunderts in Frankreich beginnenden Gotik setzt vor allem in Deutschland eine durch überaus plastisch gestaltete Wandsysteme und ornamentalen Reichtum charakterisierte Spätromanik ein, in die nach und nach einzelne gotische Elemente eindringen (Limburg, Dom).
Aus der Verschmelzung von Einzelelementen der normannischen und burgundischen Romanik entwickelt sich gegen Mitte des 12.Jahrhunderts in den französischen Kronlanden die Gotik (St-Denis, Abteikirche). Deren Sakralbauten reduzieren die Wand des romanischen Massenbaus auf ein fragil erscheinendes Skelett aus Pfeilern, Diensten und Gewölberippen. Der Gewölbeschub wird von einem äußeren Strebewerk aufgenommen. Bei der punktuellen Ableitung der tektonischen Kräfte kommt dem sich nun endgültig durchsetzenden Spitzbogen eine wichtige Rolle zu. Die Konzentration auf das strukturelle Gerüst ermöglicht neben einer gesteigerten Höhenerstreckung auch eine weitgehende Auflösung der Wand in verglaste oder - durch den Einbau von Laufgängen - als zweischalig interpretierte Flächen.
Während in England bereits gegen Ende des 12.Jahrhunderts (Canterbury, Kathedrale) eine weitgehend eigenständige, in ihren Gewölbe- und Maßwerklösungen vorausweisende Entwicklung der Gotik einsetzt, findet diese in Deutschland nur zögerlich Aufnahme. So entwickelt sich erst um 1200 ein »Übergangsstil«, der das moderne Formenrepertoire in eine noch romanisch geprägte Bautradition einbezieht (Maulbronn; Ebrach; Magdeburg, Dom). Ab etwa 1235 erfolgt der Import französischer Grund- und Aufrisssysteme (Trier, Liebfrauenkirche; Köln, Dom). Erst gegen Ende des 13.Jahrhunderts gelangt die deutsche Architektur zu eigenständigen Leistungen (Straßburg, Fassade des Münsters; Freiburg, Turm des Münsters). Der Norden Europas wird durch die Bauten der Backsteingotik (Lübeck, Marienkirche) geprägt.
Mit der um 1350 beginnenden Spätgotik wird das Reichsgebiet zum wichtigsten Zentrum der kontinentaleuropäischen (Prag, Veitsdom) Baukunst. Die Hallenkirche mit Hallenumgangschor findet eine weite Verbreitung (Schwäbisch Gmünd, Heiligkreuzkirche). Komplizierte Gewölbe- und Maßwerkformen kontrastieren mit ungegliederten Wandflächen.
In Italien wird die vor allem durch die Zisterzienser (Fossanova) und Franziskaner (Assisi, San Francesco) vermittelte Gotik nur langsam und zudem in häufig antikischer Brechung (Siena, Dom; Florenz, Dom) aufgenommen.
Gegen 1420 leitet Filippo Brunelleschi in Florenz (Findelhaus; Basiliken S. Lorenzo und S. Spirito; Pazzi-Kapelle) eine tiefe Zäsur der abendländischen Architektur ein. In enger Auseinandersetzung mit der antiken Baukunst werden die Formen der toskanischen Romanik und Gotik zu einer Architektursprache verschmolzen, die sich durch die Verwendung einfacher geometrischer Grundformen, die Rückführung der Proportionen auf ein am Menschen orientiertes Maß sowie die Wiederaufnahme der antiken Säulenordnungen auszeichnet. Der von Brunelleschi entwickelte und durch Michelozzo di Bartolommeo (Florenz, Palazzo Medici) und G. da Sangallo (Prato, S. Maria delle Carceri) weitergeführte Formenkanon bleibt zunächst auf Florenz beschränkt, ehe er dann an den Fürstenhöfen von Mantua, Rimini und Urbino Aufnahme findet.
Mit Leon Battista Albertis architekturtheoretischen Schriften (»Zehn Bücher über die Baukunst«) und Bauten (Florenz, Palazzo Rucellai; Mantua, S. Andrea) gelangt die Frührenaissance nach Rom, das um 1480 Florenz als wichtigstes baukünstlerisches Zentrum ablöst. Albertis unmittelbarer Rückgriff auf die Baukunst des römischen Altertums und die von ihm für den Sakralbau propagierte Zentralbauform schaffen die Voraussetzung für die gegen 1500 beginnende Hochrenaissance, als deren Inbegriff die von Monumentalität und Strenge geprägten römischen Bauten Donato d'Angelo Bramantes (»Tempietto« bei S. Pietro in Montorio; Entwurf für St. Peter) gelten.
Das klassische Formenrepertoire der Hochrenaissance wird bereits um 1520 durch Michelangelo (Florenz, Biblioteca Laurenziana), Giulio Romano (Mantua, Palazzo Tè) und Baldassare Peruzzi (Rom, Palazzo Massimo alle Colonne) aufgelöst und in den dynamischen und plastisch belebten Wandaufbau des Manierismus überführt. Eine Gegenbewegung zu diesem stellt die im einflussreichen theoretischen (»Vier Bücher zur Architektur«) und praktischen uvre Andrea Palladios (Vicenza, Basilika und Villa Rotonda; Venedig, S. Giorgio Maggiore) bewahrte klassizistische Grundhaltung dar.
Die deutsche Architektur der Renaissance bietet ein uneinheitliches Bild. Nur im Nordwesten ergibt sich mit den über die Niederlande vermittelten Bauformen der Weserrenaissance ein geschlossener Stilzusammenhang. Für das übrige Bauschaffen wird vor allem der Gliederungs- und Dekorationsreichtum einer häufig bereits auf manieristische Vorbilder rekurrierenden Architektur zum Hauptmerkmal (Heidelberg, Schloss).
Barock
Mit der 1568 begonnenen Kirche Il Gesù in Rom schafft Giacomo Vignola den Initialbau der im Dienst der Gegenreformation und des Absolutismus stehenden Stilepoche. Die Verbindung eines als Wandpfeilerkirche gestalteten Langhauses mit einer zentralisierten Ostanlage sollte eine reiche Nachfolge in der Sakralarchitektur des Frühbarock finden, als dessen Protagonisten Giacomo della Porta (Rom, Fassade von Il Gesù) und vor allem Carlo Maderno (Rom, Fassade von S. Susanna sowie Langhaus und Fassade von St. Peter) zu nennen sind.
Die bereits in den Bauten des Frühbarock einsetzende Dynamisierung wird ab etwa 1630 durch Giovanni Lorenzo Bernini (Rom, Petersplatz und S. Andrea al Quirinale) und Francesco Borromini (Rom, S. Carlo alle Quattro Fontane) zur lebhaften Bewegtheit des Hochbarock gesteigert. Diese wird zum einen durch überaus komplexe Grund- und Aufrisssysteme, zum anderen durch ein Wandrelief erreicht, das durch eine plastische Gliederung und den Kontrast konkaver und konvexer Flächen charakterisiert wird. Unter den weiteren Architekten des römischen Hochbarock ragen insbesondere Carlo Rainaldi (Rom, S. Maria in Campitelli) und Pietro da Cortona (Rom, Fassade von S. Maria della Pace) hervor.
Den Spätbarock leiten die in und um Turin errichteten Bauten Guarino Guarinis (S. Lorenzo und Palazzo Carignano) und Filippo Juvarras (Votivkirche La Superga; Schloss Stupinigi) ein. Deren fantasievolle Raumgestaltungen bilden den Bezugspunkt der spätbarocken Baukunst Süddeutschlands, Österreichs und Böhmens, deren Hauptvertreter Balthasar Neumann (Neresheim, Abteikirche; Würzburg, Residenz), Johann Bernhard Fischer von Erlach (Wien, Schloss Schönbrunn und Karlskirche), Lucas von Hildebrandt (Wien, Belvedere-Schlösser) und Kilian Ignaz Dientzenhofer (Prag, St. Niklas auf der Kleinseite) die europäische Entwicklung zu einem glanzvollen Abschluss führen.
Einen eigenen Weg beschreitet die Architektur Frankreichs, wo den Dynamisierungstendenzen und der Dekorationsfülle des Barock die strenge und monumentale Grundhaltung des Classicisme entgegengesetzt wird. Dieser entwickelt sich vor allem unter Ludwig XIV. mit den Bauten Jules Hardouin-Mansarts (Versailles; Paris, Invalidendom) zu einem für repräsentative Bauaufgaben verbindlichen Staatsstil. Als weitere bedeutende Vertreter seien Claude Perrault (Paris, Ostflügel des Louvre), François Mansart (Paris, Val-de-Grace) und Louis Le Vau (Vaux-le-Vicomte, Schloss) erwähnt. Die Spätphase des französischen Barock ist dann durch die auch in Deutschland verbreiteten Ornamentformen des Rokoko bestimmt.
Der in Frankreich wirksame Einfluss Palladios zeigt sich in noch höherem Maße in der Baukunst Englands, wo der bereits in der Zeit der Spätrenaissance durch Inigo Jones etablierte Palladianismus von Christopher Wren (London, St. Paul's Cathedral) aufgenommen wird. Ähnliche Stiltendenzen prägen auch die Baukunst der Niederlande, als deren Hauptvertreter Jacob van Campen zu nennen ist.
Nachdem bereits im ausgehenden Barock (Louis-seize) klassizistische Tendenzen einsetzen (Jacques-Ange Gabriel, Jacques-Germain Soufflot) entwickelt sich gegen Ende des 18.Jahrhunderts als deutlich gegen Dynamisierung und Dekorationsreichtum gewandte Gegenbewegung die Revolutionsarchitektur, deren nüchtern-monumentale Bauten aus stereometrischen Formen aufgebaut sind und auf gliedernde Elemente weitgehend verzichten (in Frankeich Claude-Nicolas Ledoux und E.-L. Boullée, in Deutschland Friedrich Gilly und Carl Gotthard Langhans).
Die hier bereits auftretenden Antikenzitate weichen um 1800 im Zuge eines gesteigerten Altertumsinteresses dem unmittelbaren Rückgriff auf römische und vor allem griechische (Greek Revival) Vorbilder. Neben häufig in Tempelform gestalteten Kirchen, Museen, Theatern oder Wohnbauten erfolgen auch bedeutende Stadtplanungen (London, Karlsruhe, St. Petersburg). Der Klassizismus erfasst in auffallender Stileinheitlichkeit die gesamte Baukunst Europas (in Deutschland Karl Friedrich Schinkel, Leo von Klenze und Friedrich Weinbrenner; in Frankreich P. Vignon; in England John Nash, John Soane und R. Smirke; in Russland A. D. Sacharow) und der Vereinigten Staaten (P. C. L'Enfant).
Dem klassizistischen Rückgriff auf die Antike folgen bald andere historistische Stile, unter denen die sich von England (H. Walpole und A. W. N. Pugin) verbreitende Neogotik der romantischen Rückbesinnung auf das Mittelalter entspricht. Neben der Restaurierung gotischer Bauten (in Frankreich vor allem durch den auch als Theoretiker der Neogotik bedeutenden Eugène Emmanuel Viollet-le-Duc) werden auch mittelalterliche Bauprojekte unter großer öffentlicher Anteilnahme vollendet (Köln, Dom; Ulm, Münster).
Daneben entstehen mit der Neorenaissance (München, Ludwigstraße), dem Neobarock (Brüssel, Justizpalast; Berlin, Reichstag; Dresden, Semperoper) oder der Neoromanik (Neuschwanstein) weitere vom Rückgriff auf die Bauformen vergangener Epochen geprägte Stile, deren Repertoire sich primär an der jeweiligen Bauaufgabe orientiert (Wien, Ringstraße).
Die letzte Phase eines primär retrospektiven Bauens bildet der bis zum Ersten Weltkrieg verbreitete Eklektizismus, in dessen Bauten jeweils die Formen unterschiedlicher Stilepochen verschmelzen.
Neben dem Historismus entwickelt sich auf der Grundlage neuer Baumaterialien (Eisen, Beton) eine von funktionalen Bedürfnissen bestimmte Ingenieurbaukunst (London, Kristallpalast; Paris, Eiffelturm), die technisch und ästhetisch die Grundlagen für die Architektur des 20.Jahrhunderts schafft.
In Abkehr von der Stilimitation des 19.Jahrhunderts entwickelt sich gegen 1890 der formal durch William Morris und die Arts-and-Crafts-Bewegung vorbereitete Jugendstil (Art nouveau, Modern Style), zu dessen Hauptkennzeichen vegetabile Formen, gekurvte Linien sowie die Ausgewogenheit von Flächen und Linien gehören. Hierbei kommt es zu individuellen Entwicklungen in den Hauptzentren, unter denen vor allem Brüssel (Victor Horta), Paris (Hector Guimard), München (August Endell), Darmstadt (Joseph Maria Olbrich), Glasgow (Charles Rennie Mackintosh), Wien (Ludwig Hoffmann, Otto Wagner) und Barcelona (Antonio Gaudi) zu nennen sind.
Architektur des 20.Jahrhunderts
Nachdem bereits der Jugendstil, der Reformklassizismus (Heinrich Tessenow, Theodor Fischer, Paul Bonatz), die Fabrikarchitektur des deutschen Werkbundes (Peter Behrens) und vor allem die Ingenieurbaukunst (Louis Henry Sullivan, Auguste Perret) eine Abkehr vom Historismus eingeleitet haben, werden noch vor dem Ersten Weltkrieg (Frank Lloyd Wright, Tony Garnier) die Grundlagen für das »Neue Bauen« gelegt, dessen verwandte Stilströmungen eine funktionalistische, in ihrem Erscheinungsbild von ihrer Konstruktion und inneren Struktur bestimmte Architektur anstreben. Die asymmetrisch aus kubischen, meist weiß verputzten Formen zusammengesetzten Gebäude verzichten vollständig auf das in Adolf Loos' 1908 erschienenem Artikel »Ornament und Verbrechen« angeprangerte Baudekor. Das von Dankmar Adler bereits vor 1896 formulierte Prinzip des »form follows function« war sowohl den Architekten des 1919 von Walter Gropius gegründeten Bauhauses (Adolf Meyer, Ludwig Mies van der Rohe), den Vertretern der Neuen Sachlichkeit (Hannes Meyer, Max Taut, Mart Stam), des Konstruktivismus (El Lissitzky), des internationalen Stils (Le Corbusier) sowie der Künstlergruppe De Stijl (Theo van Doesburg, Gerrit Thomas Rietveld) gemein. Allerdings lässt sich früh eine ästhetische Verselbstständigung der neu entstehenden Formen beobachten. Einen Sonderweg beschreiten die gleichzeitig entstehenden Bauten des Expressionismus (Erich Mendelsohn, Hans Poelzig, Fritz Höger, Michel de Klerk), die mit ihren häufig rundplastischen Formen den Eindruck abstrakter, monumentaler Plastiken vermitteln und einen über den reinen Funktionalismus hinausreichenden Ausdruckswert anstreben.
Unterbrochen durch die neoklassizistische, antimoderne Architektur des deutschen Nationalsozialismus (Albert Speer, Paul Ludwig Troost) und den moderne Strömungen aufnehmenden Razionalismo des italienischen Faschismus wirkt das »Neue Bauen« in den west- und zahlreichen außereuropäischen Ländern bis in die Baukunst der 70er-Jahre hinein fort (Alvar Aalto, Eero Saarinen, Oscar Niemeyer, Egon Eiermann).
Bedingt durch eine infolge ihrer massenhaften Verbreitung einsetzende Vulgarisierung der modernen Architektur, entwickelt sich bereits in den frühen 60er-Jahren (Robert Venturi, Aldo Rossi) eine Ausdruckswerte anstrebende und mit historistischen Stilzitaten operierende Baugesinnung. Die Postmoderne findet vor allem in den 70er- und 80er-Jahren weite Verbreitung (Charles Willard Moore, Rob Krier, James Frazer Stirling).
Von den sich neben der Postmoderne entwickelnden und die gegenwärtige Architektur prägenden Stilströmungen seien vor allem die an die Formen industrieller Technologieprodukte anknüpfende Hightecharchitektur (Richard Rogers, Renzo Piano), der collagenhaft aus formal und materiell disparaten Teilen zusammengesetzte Dekonstruktivismus (Zaha Hadid, Frank Owen Gehry, Coop Himmelblau, Günter Behnisch) oder die »Neue Eleganz« (Tadao Ando) genannt.
Außereuropäische Architektur
Durch Eroberung und Missionierung (Süd- und Mittelamerika), Besiedlung (Nordamerika) und Kolonisation (Afrika, Australien) werden auch zahlreiche außereuropäische Gebiete von der Architekturentwicklung Europas erfasst. Daneben kommt es jedoch zu eigenständigen Leistungen, die bereits mit der Baukunst der frühen Hochkulturen (Tempel- und Grabbauten Ägyptens; Kult- und Wohnbauten der Maya, Azteken und Inka) einsetzen.
Eine entscheidende Rolle bei der Ausprägung unterschiedlicher Architekturformen kommt den Sakralbauten der großen Weltreligionen zu. Während die jüdische Synagoge (Prag, Altneusynagoge; Berlin, Synagoge Oranienburger Straße) meist die Stilformen ihrer jeweiligen Umgebung übernimmt, bilden der Islam und die fernöstlichen Religionen eine teilweise völlig autonome Formensprache aus. Zwar verarbeitet die Baukunst des Islam häufig Bauformen der westeuropäischen und byzantinischen Architektur, doch stellen die quer verlaufenden Schiffe (Damaskus, Moschee) und vielschiffigen Hallen (Córdoba, Moschee) ebenso originäre Lösungen dar wie die schlanken Minarette, die leitmotivisch auftretenden Hufeisenbogen oder die kleinteiligen, auf ornamentalen Schmuck beschränkten Fassadengestaltungen. Neben der nach Mekka orientierten Moschee gehören die Medresen (Buchara, Abdullah-Khan-Medrese), die Türbe (Taj Mahal), die Karawanserei, das Bad und der Palastbau (Istanbul, Topkapi-Serail) zu den Hauptbauaufgaben der islamischen Architektur, die nach einer ersten Blüte im 7.9.Jahrhundert im 16.Jahrhundert durch die Moscheen Sinans und seiner Schüler noch einmal zu einem Höhepunkt geführt wird.
Trotz großer stilistischer Variationsbreite bildet die Sakralarchitektur des Buddhismus und Hinduismus mit der halbkugel- oder glockenförmig über einem terrassenförmigen Unterbau errichteten Stupa oder der aus diesem entwickelten, durch kunstvoll gestaffelte Dächer geprägten Pagode zwei überregional verbreitete Leitformen aus. Diesen Tempelbauten gliedern sich häufig dreischiffig gestaltete Gebetsräume (Caitya) oder Klostergebäude (Vihara) an. Mit ihren Dachformen und gekreuzten Giebeln übernimmt auch die meist in Holz ausgeführte Profanarchitektur Gestaltungselemente des Sakralbaus.
2005年11月23日星期三
chinesische Architektur: Blöcke und Balken, Hallen und Höfe
Die meisten Gebäude in China sind aus Holz, und die meisten Holzbauten sind in Skelettbauweise errichtet. Bei Skelettbauten ruht das Gewicht der Konstruktion, insbesondere des Daches, auf vertikalen Stützen und nicht auf den Wänden zwischen diesen. Seit Tausenden von Jahren sind unzählige hölzerne Skelettbauten überall in China errichtet und auch noch jenseits seiner Grenzen, insbesondere in Korea und Japan, gebaut worden.
Schlüsselwörter:Skelettbau
Die Skelettbauweise ist ökonomisch, weil Holz reichlich wächst und leichter zu bearbeiten und zu transportieren ist als Stein. Zudem ist das verwendete Bauholz, meist das Holz der weißen Zeder, sehr fest. Es hat etwa die vierfache Zugfestigkeit von Stahl und seine Druckfestigkeit ist sechsmal so hoch wie die von Beton. Auch eignet sich die Skelettbauweise dazu, ein System zu entwickeln, das sich verschiedenen klimatischen Bedingungen und unterschiedlichen Funktionen anpassen kann. Das Gewicht der Ziegeldächer in ostasiatischen Skelettbauten ist beträchtlich. Es reicht von 280 kg pro m² in kleinen Gebäuden bis zu 400 kg in großen. Die Dachschwere ist nötig, um dem Gebäude bei Sturm die nötige Trägheit zu verleihen. Chinesische Holzkonstruktionen sind anfälliger für Windstöße als westliche Steinbauten, da sie leichter und zudem nicht im Erdreich verankert sind.
Schlüsselwörter:ökonomisch Zugfestigkeit (抗拉强度 )Druckfestigkeit (抗压强度 )
Ungewohnt für einen westlichen Betrachter ist das komplizierte Kraggebälksystem, das es dem Dach erlaubt, weit über die Wandfläche hinauszuragen und die Holzsäulen und die mit Kalk verkleideten Wände vor Regennässe zu schützen. Auch in dem kompliziertesten Kraggebälk findet man nur eine geringe Zahl verschiedener Typen von Baugliedern: Blöcke, Arme, horizontale und diagonale Balken und eventuell Riegel zur Versteifung. Auch Größe und Form der Grundtypen sind innerhalb eines Gebäudes zahlenmäßig begrenzt. Aus einem kleinen Vorrat von Versatzstücken können die unterschiedlichsten Gebälkgruppen zusammengesetzt werden. Nägel sind darin kaum zu finden. Alle Bauglieder sind durch Verfugung und Verzapfung miteinander verbunden. Das verleiht dem Gebäude eine delikate Flexibilität, aber zugleich eine erstaunliche Widerstandskraft, was sich insbesondere wiederum bei Erdbeben positiv auswirkt. Die Spannung und Reibung zwischen den vielen Holzverbindungen federt die Stöße ab und absorbiert sie.
Schlüsselwörter:Kraggebälksystem(屋架系统,包括斗拱)
Die Entwicklung des Kraggebälksystems war die wirtschaftlichste Lösung der wichtigsten konstruktiven Aufgabe, die sich den chinesischen Baumeistern stellte: Mit ihm konnte das weit überhängende Dach mit seiner außerordentlich schweren Ziegelbedeckung gestützt werden. Indem sie diese Stützkonstruktion aus vielen kleinen Baugliedern statt aus wenigen großen Balken zusammensetzten, nutzten sie optimal das verfügbare Material. Weil sie die Verwendung von langen Balken einschränkten, brauchten sie nicht so lange zu warten, bis ihre Bäume entsprechend hoch gewachsen waren. Weil sie die freitragenden Spannen reduzierten, durften die horizontalen Balken dünner sein und die Bäume dementsprechend jünger. Und weil sie viele kleine Blöcke und Arme benutzten, hatten sie weniger Abfallholz. So senkten sie zudem das Gesamtgewicht des Gebäudes, was es ihnen noch einmal erlaubte, an Größe und Gewicht aller Bauglieder zu sparen.
Die Baumeister konnten also mit der gleichen Menge Holz größere Bauten und mehr davon errichten. Allerdings war ihr Verfahren sehr arbeitsintensiv; es verlangte Erfahrung und technische Fertigkeiten. Vor die Wahl gestellt, mehr Holz oder mehr Arbeit zu investieren, entschieden sich die Chinesen für das letztere. Chinesen haben sich nie davor gescheut, menschliche Arbeit und Intelligenz im großen Maßstab zu mobilisieren, wenn sie dadurch einen Mangel an natürlichen Ressourcen wettmachen konnten.
Ausgehend von den Proportionen im Kraggebälk entwickelt ein berühmter Traktat von 1103 n.Chr. mit dem Titel »Baunormen« (»Yingzao fashi«) ein umfassendes Maßsystem. Sein Grundelement ist ein Modul (fen). Das Armholz in einem Kraggebälk ist 10 Module breit und 15 Module hoch. Jedes Maß von jedem hölzernen Bauteil in einem Gebäude ist ein Vielfaches des Moduls Fen. So ist etwa ein Geschoss in der Holzpagode von Yingxian 520 Fen hoch, und das Mitteljoch in der Haupthalle des Foguangsi 20 Fen breit. Bemerkenswerterweise sind die Module allerdings keine absoluten, sondern nur relative Maße. Sie variieren entsprechend dem »Grad« (deng) eines Gebäudes. Laut den Baunormen gibt es acht Grade. Die größten Gebäude, die Hallen mit einer Front von neun bis elf Jochen, sind entsprechend Grad Eins gebaut. In diesem Grad beträgt die Länge eines Moduls 0,6 Zoll. Ein Armholz misst 19,2 x 28,8 cm.
Gebäude in Grad Zwei sind Hallen mit einer Front von fünf bis sieben Jochen. In Grad Zwei sind alle Maße proportional etwa 9 % kleiner als in Grad Eins. Im niedrigsten, dem achten Grad, sind die Maße nur halb so groß wie in Grad Eins. Diese Dimension eignet sich für kleine Pavillons oder Baldachine. Allerdings scheinen die Baunormen nur ein Idealsystem zu beschreiben, von dem es in der Praxis viele Abweichungen gegeben hat. Viele chinesische Architekturhistoriker des 20. Jahrhunderts sehen eine ihrer Hauptaufgaben darin, durch genaue Bauaufnahmen der wenigen noch stehenden Gebäude die Gültigkeit des Maßsystems nachzuweisen.
So gut wie alle Bauten in China stehen innerhalb einer Anlage. Der wichtigste Typ der Anlage ist der Hof, in dem mehrere Gebäuden wie Versatzstücke zu einer Gruppe zusammengefügt sind. Das geschieht nach bestimmten Prinzipien. Ein Hof ist symmetrisch angelegt und von einer Mauer eingefasst. Er ist nach Süden ausgerichtet. Man betritt ihn durch ein Tor im Süden und nähert sich der Haupthalle auf der zentralen Achse. Nebengebäude flankieren den Hof im Osten und Westen. Selbst kleine Höfe haben noch einen Vorhof. Dessen Tür ist an die Seite gerückt. Böse Geister, die sich schwer tun, um Ecken zu biegen, gelangen deshalb nicht in den Hof hinein. Praktischerweise werden auch Nachbarn und Spaziergänger davon abgehalten hineinzuschauen. Eine Hofanlage wächst organisch durch Hinzufügung weiterer Gebäude und auch weiterer Höfe. Auch diese Hinzufügungen werden nach den Prinzipien von Axialität und Hierarchie vorgenommen.
Der umfriedete Hof ist der Wohnsitz der Familie. Große Höfe werden von Großfamilien bewohnt, wozu neben den Verwandten auch Diener und Hausgäste gehören. Den verschiedenen Mitgliedern der Wohngemeinschaft sind verschiedene Teile der Anlage zugewiesen. Großeltern und Frauen leben meist im rückwärtigen Teil, Diener im vorderen Bereich. Vorne und Hinten sind auch im Charakter unterschieden. Im ersten offiziellen Hof residiert der Hausherr in der Haupthalle und empfängt die Gäste. Der rückwärtige Hof hat ein privates Gepräge und ist der Familie vorbehalten. So spiegelt die Architektur der Hofanlage die sozialen Verhältnisse zwischen den Familienmitgliedern und trägt zugleich dazu bei, diese zu stabilisieren.
Nicht nur Wohnarchitektur sondern auch Klöster und Gräber sind als Höfe angelegt. Ein Besucher betritt auch diese Anlagen von Süden und blickt dann auf die Haupthalle mit der Figur des Buddha beziehungsweise der Ahnentafel darin. Im rückwärtigen Teil der Klöster findet er die Wohngebäude für die Mönche, in dem der Grabanlagen die Privatgemächer der Toten unter dem Grabhügel.
Auch innerhalb der Hofanlagen gilt ein Proportionssystem. Wenn die Haupthalle in Grad Eins errichtet ist, haben ihre Seitengebäude und die beiden weiteren Hallen Grad Zwei, deren Seitengebäude und das Torgebäude Grad Drei, und die das Tor flankierenden Bauten Grad Vier. Die größte Hofanlage in China ist der zu Beginn des 15. Jahrhunderts gebaute Kaiserpalast in Peking (Beijing).
In Städten sind viele Höfe in einer systematischen Rasteranlage von sich rechtwinklig kreuzenden Straßen zusammengefasst. Das bekannteste Beispiel ist die kaiserliche Metropole Chang'an (heute Xi'an) der Tang-Dynastie, die bereits 582 n.Chr. unter der Sui-Dynastie angelegt wurde. Mit mehr als 1 Million Einwohner und einer Fläche von mehr als 80 km² war Chang'an damals die größte Stadt der Welt. Der über 5 km lange und 150 m breite Boulevard des Zinnoberroten Phönix führt mitten durch die Stadt direkt auf den Kaiserpalast im Norden zu. Weitere Prachtstraßen teilen die Anlage in 110 Stadtteile mit Seitenlängen zwischen 500 und 1125 m. Jeder Stadtteil war durch ein Straßenkreuz in vier Viertel geteilt, die ihrerseits von Gassen durchzogen waren. Die grundsätzliche Ähnlichkeit der Hofanlagen erleicherterte die Austauschbarkeit der Nutzung, falls Bedarf bestand. So konnte etwa ein Privathof in ein Kloster umfunktioniert werden oder ein Kloster in eine Regierungsbehörde.
Bis zur vollen Entfaltung des Systems der Holzarchitektur im 8. Jahrhundert n.Chr. bedurfte es einer langen Vorgeschichte. Diese lässt sich archäologisch belegen. Bereits in den etwa 5000 v.Chr. datierten jungsteinzeitlichen Pfahlbauten in Hemudu finden wir mit Steinwerkzeugen ins Holz geschnittene Verfugungen. Seit dem 16. Jahrhundert v.Chr. sind Skelettbauten von symmetrischen Hallen bekannt, deren Breitseite nach Süden zeigt. Einen voll entwickelten Doppelhof hat ein Palastgrundriss aus dem 11. Jahrhundert v.Chr. Das Kraggebälk bildet sich in den Jahrhunderten vor der Zeitenwende aus, wie man an Darstellungen von Architektur auf Bronzegefäßen und an keramischen Modellen verfolgen kann. Wandgemälde von buddhistischen Paradiesen, die als märchenhafte Palastanlagen vorgestellt und dargestellt wurden, vermitteln einen Eindruck von der Pracht und den konstruktiven Details der weitgehend verlorenen Holzarchitektur der Tang-Zeit. Die ältesten heute noch stehenden Holzgebäude in China sind eine kleine, 3 x 3 Joche messende Halle des Klosters Nanchansi (vor 782 n.Chr.) und die Haupthalle des Klosters Foguangsi mit 5 x 7 Jochen, beide in einem entlegenem Gebiet der Provinz Shanxi.
Prof. Dr. Lothar Ledderose
Literatur:
Watson, William: China. Kunst und Kultur. Ins Deutsche übertragen von Ruth Herold u. a. Farbphotographien von Jean Mazenod u. a. Freiburg im Breisgau u. a. 21982.
(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2002, Sat_Wolf, Bayern
2005年11月22日星期二
APS Vorbreitung
从今天开始,记录下我准备的aps审核资料,以飨后继
第一篇 Kurse Einleitungen
Praktium für architektonishe Topographie und Kartographie
建筑测绘实习
Vertiefen die Kenntnis für Altebauen durch Vermessung und Zeichnung der Altebauen. die Zeichnung können verwendt für Nachschlage der schützung von Altebauen und historishe Forschung werden..
通过对古建筑的测量,绘图,加深对古建筑的认识。图纸供历史研究和文物保护工作参考。
Architektonishe Konstruktion (spetziell)
建筑特种构造
Anwendung der neuen Baumaterialen, Bautechniken, Fassaden, Industrilisierung des Bauens und Leichtstahlbauen.
新技术迷信材料运用,建筑幕墙,建筑工业化,轻钢结构建筑。
Chinesische traditionelle Möbelkultur und Design
中国传统家具文化与设计
Erkennen Chinesische traditionelle Möbelkultur (bzw. Ming, Qing Dynstie), Möbelkunst und Formen. Möbelentwurfen.
了解中国家具传统,文化,艺术形式。家具设计。
Grundriss der Architektur
建筑概论
Erkennen die Inhalt und Umfang der Architektur, ihre Materialeigenschaft un Sozialeigenschaft, die Beziehung zwichen Menshen und Architektur.
整体上论述建筑这一范畴的内涵及外延,其物质属性和社会属性及建筑与人的关系。
Darstellende Geometrie und schattenpersperktive
画法几何与阴影透视
Schullung der räumliche Vorstellungskraft, erlernen von Techniken zur Darstellung architektonisher Räume und Körper. Training des geometrischen Konstruierens.
空间想象(展示)能力训练,几何结构(构成)练习,建筑空间和形体的表现技术的训练。
Architektonishe Konstruktion
建筑构造
Haufige verwendte Bauszstem, Baumaterial, die Formen der verbindte Glieden und die Beziehung zwichen diesen Glieden, Detail Behandlung.
常用的建筑体系,建筑材料及其连接方式,各部分的构成及相互联结,构造细部处理方法。
Grundsatz des Planungsdesigns
规划设计原理
Die Entwicklung der Stadt, Theorie der Stadtplanung und die Ausführung der Planung.
城市发展,城市规划理论和实施。
Architektonishe Struktur
建筑结构
Einführung in der Konstruktion der Stahlbeton Bauten, Mauerwerk Bauten und Stahlbauten. Einführung in der Verbundeise.
混凝土结构,砌体结构,钢结构建筑建造极其连接方式基础。
Architektonishe Physik (Akustik)
建筑物理(声学)
Einführung der Akustikeinsetzung in Architectur, zB, Schallschutz gegen Außenlärm, so dass die Räumakustik verbessert wird.
Architektonische Theorie und Geschichte
建筑理论与历史
Chinisische traditionelle und auslandische Baugeschichte
Verschiedene Denkestile und Theorien zur zeit
中外建筑历史以及现当代的各种思潮和理论
Grundsatz des Innendesigns
室内设计原理
Grundriss von Innenraum und Prizipe z.B. Wirkung der verschiedenen Farben,Materien auf Psyche.Ein Cafedesign.
室内空间设计的基础知识和原理,比如颜色材料等对心理的影响,做了一个咖啡厅设计
Bauanlagen(Wasser ,Heizung und Elektronik )
建筑设备(水、暖、电)
Grundriss von Bauanlagen Inkl. Wasserversorgung,Entwässerung, Heizung, Entlüftung, Klimatisierungen, Feuerfest, Gasversorgung, Strom –verteilung und -versorgung, Beleuchtung,
Fernmeldetechnik und AI-Elktronischsteuerung.
给水排水、供暖、通风、空气调节、建筑防火排烟、燃气供应、供电配电、照明、电信及智能化过程控制
Architektonische Dekorationskunst
建筑装饰艺术
Kunst des dekorativen Gestaltens,Genuss von Kunstwerk.Entwurf von Architektonische Dekoration.
艺术作品欣赏及设计
Baurecht
建筑法
Chinischer Baurecht und betreffende Rechte
中国建筑法及相关法律
Kreative Zeichengestaltung
创意性绘画表现
Darstellung aus Wasserfaber und Computergrafik von Architektonische Ansicht.
水彩以及电脑的建筑效果图
Architektonische Strukturgestaltung
建筑结构造型
Verschieden Formen Unde Verwendung der Baustruktur
各种结构的造型特点及应用
Planungsdesign für Wohunviertel
居住区规划
Entwurf von Wohnviertel in Südchina
南方小区的设计
Vorbeugung der Gebäude gegen Naturkatastrophen
建筑防灾
Architektonische Konstruktion- und Entwurf- maßnahmen gegen Feuerkatastrophe,Explosion und Erdbeben
从构造的角度阐述建筑物对火灾、爆炸、地震的防范措施。
Ergonomie
人体工程学
Richtwerte für die Gestaltung eines ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatzes.
Kommentar zur Architektur
建筑评论
Zusatz mit Erläuterungen u. kritischen Anmerkungen zu einem Bauwerk od. Architekt
运用正确的思想方法,客观的、科学的、艺术的、全面的对建筑和建筑师做出评价
Berufsbildung für Architekten
建筑师职业教育
Kenntnis für Praxis
从事建筑实践的基本知识
Grundsatz des Gartendesigns
园林设计原理
Kenntnisse und Prinzipe für Gardendesign.Genuss von Garden
园林设计的基本原则和知识以及欣赏
Möbel und Einrichtung
家具与陈设
Morderne Möbel und Einrichtung,Genuss und Entwurf
现代家具的欣赏与设计
Umweltstuernunglehre
建筑环境控制
Neue technische Maßnahmen von Umweltstuern,z.B. Sonnenenergie, Entlüftung
新的环境控制技术,如太阳能,通风
Architektonische Physik(Optik und Wärmlehre)
建筑物理(光、热)
Grundriss von Optik und Wärmlehre.Verwendungen im Entwurfen
基本的光学热学知识以及在设计中的运用
Erziehung
2005年11月16日星期三
被点~~
继续睡直到对方醒过来,我还是比较懒的,最好看看对方会做些什么哈哈哈哈
问题2:写首自己最最喜欢的歌吧,然后写上为什么,要具体点哦^_^
最近喜欢Esther 和 Abi Ofarim 的 Cinderella Rockefella,那个年代的东西真是有意思啊,mv也很有劲,每天看几遍
问题3:当你最不知道穿什么颜色的时候,你会选什么颜色啊
Paradox,我就不说了,出题的人好好读读题目吧
问题4:2005年,你最后悔的一件事是什么?
想不起来诶,而且05年还没过完呢,好歹问前一年吧
问题5:如果有一天,你突然发现自己变成了动感超人,而且还会放动感光波,就是比较丑,那么你会不会维护世界和平?
丑又不是问题,电视里面的动感超人也不见得好看到哪里去
问题6:曾经有过最被感动的事情是什么?
一般都是电影里面的情节,直接导致生活中一般的事情都不能让我动容
问题7:忍不住常要去吃的东西----是什么?店名叫什么?在哪?
食堂,学校有n处,就不用我介绍了吧,中午放学时那个饥饿是常人难以忍受的吧
问题8:如果你是男生(是女生的想象自己是男生),一个很胖但是五官很漂亮的女生和一个身材很好但是很丑的女生,你愿意选择谁做你女朋友?
这还不简单,我就喜欢胖的
问题9:如果明天就要死掉,你现在最想做但后悔没做的事是啥?
问题10:如果给你一笔钱,让你现在选择一个地方和恋人过一辈子,你会去哪里?
一笔钱是多少?够我出上海的盘缠挖
问题11:做过最坏的事情是什么?做错之后是怎么弥补的?
还能弥补就不叫最坏了,哪个白痴出的题
问题12:喜欢用的香水牌子
妈妈说我还没到那个阶段
问题13:阳光灿烂的时候打算怎么度过?
》日子《
问题14:大家最近都在玩什么活动,看什么电影电视?
yoga哈哈,多拉a梦每天吃饭的时候看,电影几乎天天看
问题15:最喜欢看的一份报纸,为什么?
外滩画报和周末画报,彩页有图
问题16:自认性格中最难以克服的弱点是什么?
懒
问题17:看过海吗?真的有别人说的那么好吗?
看过,有
问题18:你最喜欢的一部电影?最喜欢看的一本书?最喜欢的一个演员?
All about lilychouchou
问题19:你打算几岁结婚啊?
没打算过
问题20:你幸福吗?
幸福
问题21: 喜欢的人出现时,你会勇敢表白让他知道你的心意吗?
manchmal
问题22:如果你是男生你会送女朋友花吗? 如果你是女生你希望自己收到花吗?
会,希望
问题22:什么是真正的朋友?
很难定义,我有不是那么rational的人
小新,搞笑